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Es werden Posts vom August, 2025 angezeigt.

Das Ende

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  Von ganzem Herzen will sich das kleine Mädchen, das Mädchen, die junge Frau, die Ehefrau und die Mutter bedanken. Bedanken bei den Leuchttürmen im Leben des Mädchens, die ihm gezeigt haben, dass da noch ein Licht brennt, dass es ein Ufer gibt, zu dem es schwimmen kann. Bedanken bei den Ankern, den Felsen, den Spiegeln. Das Leben besteht aus mehr Menschen und die meisten davon sind sehr wertvoll. Toxische Beziehungen, welcher Art diese auch immer sein mögen, vergiften Menschen. Es ist wichtig, zu erkennen, um welches Gift es sich handelt. Es ist wichtig, die richtigen Schritte zu wählen, um dem Gift die Wirkung zu entziehen. Einige Literaturtipps sind angehängt.   Aron, Elaine N.: Sind Sie hochsensibel? Wie Sie Ihre Empfindsamkeit erkennen, verstehen und nutzen ISBN: 978-3-636062-46-8 Köhl, Doris: Narzisstischer Missbrauch. Wege der Heilung ISBN: 9-798858388-16-6 Lasatone, Lea : Seelengift. Narzisstische Mütter und ihre Töchter ISBN: 9-798-6399...

Das Miststück

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  Innerlich kocht das Mädchen. Das kann nicht wahr sein. Jahrelang hat Mama genau über dieses Thema gesprochen und immer wieder, auch im Beisein anderer Personen, ihre Versprechungen gemacht und jetzt lässt sie das Mädchen einfach so stehen und garniert das Ganze noch mit den Worten: „Komm allein klar!“ Aber das Mädchen will ruhig bleiben. Es konfrontiert Mama mit unterkühltem Ton damit, dass sie selbst es doch anders formuliert hätte. Wieder und immer wieder. Mama kann ausweichen. Mama kann immer ausweichen. Das wäre anders gemeint gewesen, sie wäre jetzt allein und nach dem Tod ihres Mannes würde es ihr nicht gutgehen und welche Frechheit das Mädchen überhaupt besitzt, Mama mit so etwas zu behelligen. Das Mädchen ist nicht frech. Das Mädchen möchte reden. Auf Augenhöhe. Ruhig, aber bestimmt. Das Mädchen wiederholt die auch in der letzten Vergangenheit gemachten Versprechungen. Der Ehemann des Mädchens räumt die Küche auf und hört zu. Das Mädchen zerstückelt den Sa...

Wenn Du mich liebhättest

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  Mama fordert nach wie vor Zeit mit den Enkeln ein. Sie will, dass diese etwas mit ihr unternehmen. Mama geht so gerne schwimmen, da sollen die Enkel mit. Ein Kleinkind und ein Baby. Wie Mama sich das vorstellt? Nun, sagt Mama, die Schwiegermutter des Mädchens sei doch so geübt im Aufpassen auf Enkel, die könne ja auch mitkommen. Das Mädchen sagt nichts, unterbreitet der Schwiegermutter aber den Vorschlag. Die Schwiegermutter liebt ihre Enkelkinder. Alle. Wann immer es möglich ist, verbringt sie Zeit mit ihnen und kümmert sich um diese. Vom Kindergarten abholen, Windeln wechseln, Essen kochen, Hausaufgaben machen, den Kindern den Schwimmkurs bezahlen und bei jedem Enkel selbst dabei sein. Das macht die Schwiegermutter gern, sie hat sie doch so gern, all ihre Enkel. Für die Schwiegermama ist es kein Problem, mit Mama und den beiden Kindern zum Schwimmen zu gehen. Sie packt die beiden Kinder ins Auto und fährt Mama abholen. Mama bittet alle zunächst einmal ins Haus. Si...

Mama petzt

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Zwei Jahre später heiratet das Mädchen seinen Freund, aber die Ehe hält nicht. Das Mädchen lernt einen anderen Mann kennen und auf einmal ist alles anders. So tief, so unumstößlich, so richtig hat sich noch nie etwas angefühlt. Das Mädchen zieht kurzfristig zu einer Freundin. Über Ostern fährt es mit dem neuen Mann weg. Es will Zeit mit ihm verbringen und muss sich über Einiges klar werden. Im Kopf ist Chaos und das Leben des Mädchens ist auf den Kopf gestellt. Das Mädchen erzählt Mama , was passiert ist. Es sagt, dass ihm jetzt Vieles klar wäre, anderes müsse es noch sortieren. In jedem Fall würde sich das Mädchen von seinem jetzigen Mann trennen, aber wie es das dem Mann erklären will, das muss es sich noch überlegen. Der Freund und jetzt Ehemann des Mädchens ist kein schlechter Kerl. Es hat nur nicht gepasst und der neue Mann im Leben des Mädchens ist seine große Liebe, für die Trennung vom Ehemann aber nicht der Grund, sondern ein Auslöser. Für das Mädchen ist es wichtig, das...

Führerschein

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  Das Mädchen ist jetzt über 17 und möchte den Führerschein machen. Ja, sagen Mama und Papa, aber es muss den Führerschein selbst zahlen. „Ganz?“, fragt das Mädchen. „Ganz!“, sagen Mama und Papa. Ein Führerschein ist teuer. Viel von dem Geld, was das Mädchen im Stadtcafé und mit dem Zeitungsaustragen verdient, muss es für den Führerschein aufwenden. Mama und Papa sagen, sie haben das Geld nicht, dem Mädchen den Führerschein zu zahlen oder auch nur etwas beizusteuern. Finanziell geht es der Familie nicht gut, da wäre ein Führerschein nicht drin. Es wäre etwas, was das Mädchen wolle und dann müsse es selbst sehen, wie es das hinbekommt.   Da bleibt nicht mehr allzu viel übrig, denn das Mädchen kauft ja auch die Kleidung selbst und die Kosmetik, aber das Mädchen schafft es. Und wenn das Mädchen mit dem Freund ins Kino geht oder einen Kaffee trinken, dann lädt der Freund das Mädchen häufig ein. Die Fahrstunden sind anstrengend und das Mädchen ist vorher noch nie auf de...